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Tagebuch

Ich Tag

Hallo,

ich freue mich über alle, die diesen Beitrag von mir lesen. Denn es werden vorzugsweise die Leute sein, die mir hierher gefolgt sind und denen auch wirklich etwas an mir liegt.

Gestern war der erste Tag von meinem weiteren Leben und ich habe es mit einem Ich-Tag begonnen.

In den Tag bin ich mit einem entspannten Badezimmerbesuch gestartet, bei dem ich mir richtig viel Zeit gelassen habe. Unter anderem habe ich natürlich meine Werte gemessen. Aber zu dem Thema komme ich anderes Mal.

Danach habe ich Frühstück gemacht und es gemeinsam mit meinem Mann, ganz in Ruhe eingenommen.

Dann war es auch schon Zeit für meinem Friseurtermin. Mahagoni als Haarfarbe habe ich beibehalten, die Haare aber etwas fransiger schneiden lassen. Der alte Haarschnitt war mir zu brav geworden.

Als ich wieder zu Hause war, offenbarte mir mein Mann, das ihm nicht gut sei und er auf keinen Fall die Fahrräder mit mir gemeinsam zur Inspektion bringen könnte. Also strich ich nicht nur diesen Punkt, sondern auch den geplanten Baumarktbesuch, der mir sowieso nicht ins Konzept gepasst hatte, von meinen geplanten Tagesaktivitäten.

Stattdessen fuhr ich nur zur Tankstelle, um mein Paket ab zu holen und weigerte mich auch zu tanken, wo ich absolut keinen Bock drauf hatte.
Das Paket war merkwürdig klein, aber ich ging davon aus das ich Auftragsbestätigung und Versandbenachrichtigung verwechselt hatte. Zu Hause stellte ich allerdings fest, das der Lieferschein für eine Nachlieferung ausgestellt war und zeitgleich erhielt ich die Benachrichtigung, das gerade ein neues Paket im Shop abgegeben worden war. Ich prüfte also alle Benachrichtigungen und kam zu den Schluss das doch seit Mitte der Woche ein großes Paket für mich abholbereit sein muss.
Vorsichtshalber rief ich bei der Tankstelle an und nach kurzer Suche wurde mir das auch bestätigt. Ich also wieder hin. In der Zwischenzeit war der Schichtwechsel erfolgt, aber der nette Mann, der sonst auch meistens da ist, wartete schon auf mich, endschuldigte sich für die neue Kollegin und trug mir das Paket sogar in den Kofferraum. Es war aber auch ein riesen Karton.
Die Fahrerei hatte übrigens auch was gutes: Bei dem starken Regen wurde unser Auto wieder richtig sauber!

Das große Paket überraschte auch meinen Mann. „Was hast du denn alles gekauft?“ fragte er mich fassungslos. „Wenn der ganze Schrank voll ist, aber man trotzdem nichts an zu ziehen hat, muss man Konsequenzen ziehen.“ erklärte ich trocken.
Ganz ehrlich, die Kleidung, die ich zur Arbeit oder zum raus gehen anziehe, wechsele ich regelmäßig aus. Aber was ich so zu Hause trage, war schon uralt! Das konnte ich nur noch in folgende Kategorien teilen: abgetragen, ausgewaschen, eingesprungen, ausgeleiert, verzogen, fleckig oder kaputt.
Jetzt kann ich wieder z.B. zu einer Radtour aufbrechen, ohne vorher überlegen zu müssen, ob wir evtl. unterwegs einkehren und ich mich endsprechend anziehen muss. Die neuen Sommersachen sind in moderne Farben, mit modisch bequemen Schnitten und flegeleicht. Wenn ich also mal nicht zum bügeln komme, dann kann ich die Oberteile also im Notfall auch zur Arbeit anziehen.

Und das es mir ernst war mit dem Klamottentausch, war meinem Mann klar, als ich nach der Anprobe zwei komplette Schrankfächer fast leer räumte und alles in einen Sack steckte, um sie in den nächsten Tagen zum Altkleidercontainer zu bringen. Er half mir sofort den Wäscheberg aufzufalten. Und weil ich direkt etwas von den neuen Sachen anzog, stellte er anerkennen fest, wie gut mir die stehen.

Abends lud mein Mann mich dann noch zum Essen ein. Wir gingen zum Griechen, unserem Lieblingsrestaurant. Auf diese Art machten wir sogar noch einen Abendspaziergang.

So, das war also Tag eins von meinem weiteren Leben. Der war ganz schön ausgefüllt – oder was meint ihr?

Ich wünsche euch einen tollen Sonntag
Liebe Grüße
Monika