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Tagebuch

Crazy Birthday

Guten Morgen,

nun ist das lange Wochenende auch schon wieder rum und damit auch mein 53. Geburtstag.

Ich muss sagen, auch wenn es in jungen Jahren undenkbar gewesen ist, so hatte ich in den letzten Jahren bereits Geburtstage ohne Gäste. Das es diesmal ein „darf nicht“ war, hat mich eigentlich nur zum Nachdenken angeregt, ob ich nicht doch jemanden einladen sollte.
Aber ich entschied mich dagegen, weil doch die Gefahr zu groß war, das irgendwelche Leute sich bei mir aus verschiedenen Haushalten treffen und sich gegenseitig infizieren könnten.

Aber der Tag war total verdreht:
Weil mein Mann nicht wach werden konnte entschied ich mich dazu vor dem Frühstück eine Spülmaschine zu machen. Ich wurde jedoch immer wieder durch das Telefon unterbrochen und dann kam auch noch mein Bruder kurz hoch. Also startete ich dann leicht unterzuckert erst um 12:30 Uhr mit meinem Frühstück.
Die Müdigkeit meines Mannes stellte sich dann als Asthmaspitze heraus, somit blieb er zunächst im Bett liegen um sich später zu mir ins Wohnzimmer zu gesellen.
Und dann regnete es doch tatsächlich. Egal wo ich an meinem Geburtstag bislang auf der Welt war: Es hat evtl. am Tag vor meinem Geburtstag geregnet, evtl. auch am Tag danach, aber an meinem Geburtstag allenfalls vormittags ein paar Tropfen. Aber evtl. haben die himmlischen Mächte es ja als Geschenk an mich gesehen. Schließlich jammere ich ja schon seit Tagen das wir Regen brauchen!
Also wurde nichts daraus den Tag mit einem Buch auf dem Balkon zu verbring. Also legte ich mich damit zunächst damit auf die Couch um später den Fernseher anzuschalten.
Im Laufe des Nachmittags hatte ich nicht nur noch ein paar nette Anrufe und Whats-Appen, sondern auch die Erkenntnis das mein Mann mich nicht ins Restaurant begleiten konnte.
Vorsichtshalber rief ich dort an, aber wenn ich alleine käme wäre es auch O.K.
Zur passenden Zeit machte ich mich also auf den Weg um schon von weitem zu sehen das vor dem Restaurant Polizei, Feuerwehr und RTW standen. Trotzdem ging ich zum Glück weiter. Es hatte sich lediglich ein Verkehrsunfall mit Totalschaden auf der Durchgangsstraße vor dem Restaurant ereignet. Der Wirt hatte den Knall gehört und die Rettungskräfte allarmiert. Ein Fahrer stand unter Schock – mehr nicht.
Also begab ich mich mit Maske in das Restaurant, desinfizierte meine Hände und ließ mich an meinen Tisch bringen. Bereits während ich das vorgeschriebene Formular ausfüllte wurde mein Getränkewunsch aufgenommen. Mein Glas Sekt wurde mit der Speisekarte gebracht und das Formular gleichzeitig eingesammelt.
Das Essen wurde zügig gebracht und auch mein Wein dazu. Es war sehr lecker und ich kam mit den Gästen an den Nebentischen ins Gespräch. Sie standen zwar vorschriftsmäßig weit auseinander, aber es war für alle etwas Besonderes wieder mal Essen gehen zu können.
Der Wirt erzählte das sein Lieferservice für Rentner Mittags gut lief. Auch das Abholgeschäft am Abend war sehr gut angenommen worden. Das wieder geöffnete Restaurant verfügte nur über 6 Tische, die er in zwei Schichten belegen konnte. Es deckte bislang nur die Kosten ab. Aber insgesamt ging es ihm besser als vielen anderen Restaurants.
Auf die Frage ob er Liefer- und Abholdienst beibehalten wollte zuckte er mit den Schultern, das war ja genau die Gastronomieform, die er ursprünglich nicht haben wollte …

ich wünsche euch einen schönen Montag, macht das Beste drauß.
Liebe Grüße
Monika