Kategorien
Tagebuch

Urlaubsende

Hallöchen meine Lieben,

anlässlich meiner Rückkehr wollte ich meinen Blog etwas ändern, wie ihr seht ist das Ergebnis nicht so toll. Aber für heute habe ich genug Zeit mit dem Ding verdaddelt und schreibe euch lieber meinen Urlaubsbericht.

Wie ihr sicher einige von euch schon gemerkt haben, sind wir doch nicht weggefahren. Dagegen sprachen eine starke Erkältung meines Mannes, der dürftige Wetterbericht für unser Reiseziel, ein Krankenhausaufenthalt des Sauerländers und das um und in unserem Haus sich eine Menge Müll angesammelt hat.
Meine inneres Stimme sagt mir allerdings das mein Mann im Grunde seines Herzens nicht fahren wollte. Denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wahrscheinlich hätte ich nicht erwähnen sollen das ich einen Stapel waschbarer Masken nachgekauft hatte. Denn pro Tag und Person hätten wir bei einem Hotelauffenthalt sicher eine benötigt.

Also planten wir uns von Montag bis Mittwoch zunächst darum zu kümmern, das sich im Laufe der Jahre besonders bei meinem Bruder im Keller angesammelte Holz zu sortieren und in einen Container zu verfrachten. Donnerstag + Freitag wollten wir dann doch den Sauerländer besuchen, evtl. eine gemeinsame Radtour machen und die Klappcouch in seinem Wohnzimmer für eine Nacht nutzen. Meine Schwester versicherte das diese sehr bequem wäre.
Das Wochenende wollten wir dann dafür nutzen wieder in den normalen Trott zu kommen und uns auf den Berufsalltag ab Montag vorzubereiten.

Aber auch das ist uns nicht gelungen:
Durch den Einbau der Solaranlage haben wir alte Pappkartons auf unseren Holzstapel (alte Türrahmen) auf dem Dachboden buxiert.
Warum lagen eigentlich beide da oben? Weil wir seit dem Ausbau der Türrahmen wg. dem Sägeunfall meines Mannes und div. Todesfälle in der Familie nicht dazu gekommen sind sie wegzubringen und dann einfach vergessen haben. Und weil Pappkartons, auf deren Inhalt Garantie ist, nun mal eine Weile lang aufbewahrt werden sollen. Im übrigen war ja reichlich Platz vorhanden.
Also wollten wir Montag zunächst die Pappkartons vom Dachboden holen, zerkleinern und wegbringen. Jedoch entpuppte sich das als ein unglaublicher Berg sämtlicher Familienmitglieder – die hintersten Kartons waren sauber von meiner Mutter mit 1992 beschriftet worden. Mein Vater hatte das so gewollt, damit er immer wusste was weg kann.
Also verbrachten wir drei Tage damit Kartons nicht nur vom Dachboden, sondern auch aus den Zimmern meines Bruders, den Kellerräumen von ihm und unserer Mutter und dem Carport meines Bruders zu ziehen. Diese zu zerkleinern und in den am Mittwoch angelieferten Container zu packen (das mit den Fotos klappt hier auch noch nicht).

Nach getaner Arbeit berichtete meine Mutter das mein Bruder einen Teppich im Keller gefunden hatte, der evtl. als neuer Fußabtreter im Eingangsbereich geeignet wäre. Er hatte sich allerdings hingelegt und somit machten mein Mann und ich uns selbst auf die Suche.
Den Teppich fanden wir nicht. Dafür aber alte Fernsehzeitschriften bis zum Jahr 1982 zurück. Mein inzwischen erwachter Bruder erklärte das er diese noch bräuchte. Trotzdem beförderten wir sie – in Absprache mit meiner Mutter – auf den Container. Im Anschluss fanden wir in einem seiner Zimmer noch Krankenkassen- und ADAC-Zeitungen bis zum Jahr 2012 zurück. Diese brachte er dann selbst auf den Container. Dann zog ich mit ihm gemeinsam noch einen Berg unnützen Papiers aus seinem anderen Zimmer. Auch das warf er nach einigem Zureden von mir auf den Container.
Der alte Teppich war natürlich überhaupt nicht mehr nutzbar (verdreckt, kaputt, Mottenlöcher). Trotzdem wollte mein Bruder ihn wieder in seinen Keller verfrachten. Nach einer heftigen Diskussion liegt er nun für den nächsten Sperrmüll bereit in unserem Carport.

Durch die ganze Staubentwicklung und Aufregung ging es meinem Mann bereits am Montag mit seinem Asthma nicht gut. Das wurde im Laufe der Woche noch schlimmer und somit haben wir auch den Besuch beim Sauerländer abgesagt.
Irgendwie bekomme ich aber seit gestern auch nichts mehr auf die Kette. Habe mich wohl auch völlig übernommen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Monika